Spinnereien

Sonntag, 1. Oktober 2006

Mehr Apfelhintern für deutsche Rettungsärzte!

Meine Mutter sagte immer: Kind, achte darauf, dass du immer ordentlich gekleidet aus dem Haus gehst und ordentliche Unterwäsche und Socken ohne Löcher trägst.
Als Kind, sah ich es nicht ein, Socken mit Löchern nicht zu tragen, wieso auch?
Sieht ja niemand in meinen Schuhen.
Also hakte ich nach. Wieso sollte ich immer auf Unterwäsche und Socken achten?
Meine Mutter begründete dies damit:
"Stell dir mal vor, du wirst da draußen überfahren und die Ärzte im Rettungswagen ziehen dich aus, um dich zu operieren, wieder zu beleben oder so was. Was denken die denn, wenn du Socken mit Löchern trägst? Und die freuen sich sicher über junge Fräuleins in hübscher Unterwäsche. Was denken die denn sonst von dir...."
So war meine Mutter immer. Den Satz " Wenn du morgen stirbst.." habe ich oft als Begründung für vielerlei Lebensweisheiten gehört.
So trug ich Söckchen ohne Löcher und meine Mutter fragt bis heute danach.
Auch trug ich von Kind auf ordentlich Unterwäsche und auch ordentliche Unterwäsche.
Schließlich sollten die Rettungsärzte (die mich natürlich direkt ausziehen würden, wenn ich überfahren werden würde!) auch ihre Freude haben, wenn sie mich als blutende bis tote Frau irgendwo auffinden sollten.
Während der letzten Jahre, in denen ich Unterwäsche gekauft habe, habe ich festgestellt, dass es wirklich grausige Frauen in grausiger Unterwäsche gibt,- man sollte wirklich etwas für Deutschlands Rettungsassistenten tun!
Leoparden-Tangas, pinke Tangas mit Püscheln, mit bunten Schleifchen, Tangas aus vier Fäden, Unterwäsche mit Ketten , Feinripp, Unterwäsche mit Bändchen und Kettchen und und und...
Die Frauen, die Käufer solcher Ware waren, haben optisch auch immer zu ihrer Unterwäsche gepasst.
So habe ich mir zumindest die Frauen vorgestellt, die solche Wäsche kaufen.
Die Frau mit dem pinken Püschel-Tanga hatte wasserstoff-blonde Haare mit 5 cm schwarzem Ansatz, trug hohe Lackstiefel, besaß keine Augenbraue mehr (statt dessen ein aufgemalter Strich) und hatte angeklebte FIngernägel.
Die Dame mit den Leoparden-Tangas war um die 50, unnatürlich braun, extrem geschminkt, hatte Dauerwelle wie in den 80ern, trug eine Jeans bis über den Bauchnabel (Karottenhose), knatschte Kaugummi und trug ebenfalls eine Lederjacke.
Nun gibt es aber auch schöne Lingerie.
Wenn ich als Mann eine Frau so auf der Straße sehen würde, in einem schicken, taillierten Hosenanzug, hübsch glänzenden Haaren und gepflegtem Äußeren, so würde ich doch davon ausgehen, das jene Frau ebenso ihre Unterwäsche auswählt.
Stilvoll, elegant, nicht zu vulgär oder gar kindisch und eben passend zum Rest der Kleidung.
Dies dachte ich bisher auch und aus Schulzeiten kannte ich es auch nicht anders. Die Sportliche trug unterwäsche aus Baumwolle, Sport-BH und eben immer denselben Schnitt, nichts auffälliges, aber eben sportlich.
Schick trug schick und so weiter.
Nun stehe ich also in einem Geschäft für Unterwäsche.
Alles verläuft ganz normal, ich finde, was ich suche und eigentlich findet frau immer etwas schönes, wenn sie nur weiß wo sie zu suchen hat.
Dann komme ich an einem Ständer vorbei, den ich gar nicht bemerkt hatte.
Quietsch bunt und kindlich, irgendwie witzig.
Höschen, die zum Rest des Geschäftes nicht passen. Sie sind bunt bedruckt und zwar mit Erdbeerchen und Käfern und Blümchen.
Ganz unten hängt ein Hipster-Höschen, also eines, welches breit verläuft und in der Mitte des Po aufhört.
Es ist aus weißem Baumwollstoff und darauf gedruckt: ein halber Apfel in grün mit einem Stil und einem Blatt in Glitzer-grün.
Die Po-Backen bilden also die untere Hälfte des Apfels ( wenn sie denn Wohl geformt sind).
Ich stehe also da und kann mir ein Grinsen nicht verkneifen.
Lustige Idee, aber wer kauft sowas, denke ich.
Ich greife ein Exemplar und schaue es mir genauer an.
Welchen BH trägt man wohl zu so etwas?
Ich schau umher, aber nirgendwo hängt ein Apfel-BH.
Vielleicht trägt man auch keinen BH dazu, und die Brüste selbst stellen die Äpfel dar, wenn wohl geformt.
Ich stelle mir das vor und muss wir grinsen.
Stehe also rund 5 Minuten grinsend vor einem dämlichen Stand im Unterwäsche-Geschäft und frage mich, was Männer wohl dazu sagen würden?
Was der Rettungsassistent dazu sagen würde?
Ich wäre der Kantinen-Witz der Woche.
Ich könnte ihn aber auch meiner Mutter schenken, obwohl...in ihrer Größe ist er nicht mehr vorhanden und sie sollte eher eine Birne tragen.
Aber als Gag?!
Sollte ich ihn einmal anprobieren?
Nein..das passt doch gar nicht. Ziemlich kindisch sowieso und 14 bin ich nicht mehr..
Oder doch?
Während ich mich also entscheide, kommen zwei Damen Mitte bis Ende 30 auf das Regal zugestürmt.
Beide in Hosenanzügen, hübsche Frisuren, gepflegtes Äußeres.
Sie suchen hektisch, bis die eine ruft: Hier sind sie!
Beide greifen strahlend einen Apfel-Slip und unterhalten sich euphorisch über dieses Prachtstück.
-Hach der ist aber auch schön!
-Gell, ich habe mir letzte Woche drei davon gekauft!
-Ich glaube ich kaufe mir auch welche!
-Oh, die sind nur noch in XS da...
-Nein, hier hängt noch einer in L!
-Dann nimm du den dir!
-Ach und guck mal der hier mit den Käfern!
Ich stehe wie perplex da. Diese Frauen tragen unter ihren schicken Blazern und Hosen Äpfelchenunterwäsche?
Ich schaue ihnen verwirrt nach, wie sie zur Kasse stürmen und bezahlen.
Anscheinend sind diese Slips etwas neues, frisches, was das Kind in einem weckt?
Zumindest musste ich selbst ja auch darüber schmunzeln und süß sind sie auch.
Wieder etwas dazu gelernt.
Mehr Apfelhintern für deutsche Rettungsassistenten und -ärzte!
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(Hier ein Kylie-Video. Tolle Frau, tolle Lingerie, zeigt, wie erotisch kleine Frauen aussehen können. Einfach ein klasse Weib! Für sie würde es sich echt lohnen, einmal die Seiten zu wechseln!)

Samstag, 30. September 2006

Kuscheln oder Frieren???

Ich lese ja nie die vielen Spam-Briefe meines E-Mailanbieters, die meinen Posteingang zumüllen. Die Überschrift "Kuscheln oder Frieren" hat in mir Assoziationen an den Seitenschläfer-Kissen-Text geweckt.
Ich finde die Mail irgendwie ziemlich unverschämt, vielleicht sollte ich einmal ein Briefchen zurücksenden?!

Liebe Frau aus-dem-Wald,

letztes Jahr um diese Zeit haben wir uns mit eindringlichen Worten an den Singles unter den x-Mitgliedern gewandt. Der Herbst stehe sozusagen schon vor der Tür, so hatten wir gewarnt, und bald werde alles kalt und trüb und grau. Endlos lange, einsame Abende und der große, dicke herbstliche Single-Blues seien vorprogrammiert, wenn nicht schleunigst Schritte in Richtung Partnersuche, Liebesglück und "sich gegenseitig Warmkuscheln" unternommen würden.

Höchste Zeit mal nachzusehen, was unser wohlmeinender Appell gebracht hat: Vor einem Jahr lag die Single-Quote unter den GMX Mitgliedern haarscharf unter 50%. Aktuelle Singlestands-Messung im September 2006: 45,5%. Dass wir mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein können, versteht sich von selbst. Da muss noch was zu machen sein. Sie haben die Wahl:

Kuscheln oder frieren?!

Ihr x-Team

Freitag, 29. September 2006

Copy and paste

Wenn ich etwas hasse, so sind es Menschen, die nicht begreifen wollen und trotzdem fragen.
Meine Eltern sind solche Menschen.
Insgesamt bin ich von vielen Idioten in meinem Leben umgeben, die blöde Fragen stellen und mich irgendwann zu einer Cholerikerin machen werden...
Nun ja, bei meinen Eltern versuche ich, bzw. habe ich es bis vor einigen Tagen versucht, geduldig und freundlich zu bleiben.
Ich setzte mich zwei Stunden vor diesen beschissenen Ladebalken und warte und erkläre meinem Vater was für Geschäftsbedingungen und Klauseln er wo zu beachten hat.
Er geht mit der Maus x-mal zurück und druckt unnötig alle möglichen Seiten aus, obwohl er den Vertrag, den er online abschließen will, doch sowieso geschickt bekommt.
Nach einer Stunde und 40 Minuten stürzt das tolle System ab.
Ich sitze da und koche innerlich.
Der erste Satz meiner Eltern: "Oh, wir rufen den Chris an."
Ja, der liebe Chris ist Anfang dreißig und studiert Informatik, wohnt bei seiner Mutter und hat, so denken meine Eltern, massig Ahnung von Computern, da er schließlich Informatik studiert. Er berät meine Eltern in Sachen Computer, wird ständig angerufen und bringt meinen Eltern immer wieder neue Programme mit, sodass man an deren PC nicht mehr das Hintergrundbild sieht, vor lauter kleinen Buttons.
"So Papa, wir machen das jetzt schnell nochmal, dann musst du ja nicht mehr alles lesen, also geht es schneller!"
"Nein, nein, wir machen das jetzt nicht mal so flott durch. Sowas lasse ich nicht mit mir machen, ich schaue mir das genau an, was ich abschließe, solltest du übrigens auch mal machen."
Dankeschön, denke ich. Da helfe ich und werde ständig gestichelt.
So geht das immer, wenn ich gerade im Lande bin.
Letztes Mal wollte er gerne eBay-Mitglied werden. Ich darf gar nicht erwähnen, wie lange es gedauert hat, dieses Formular auszufüllen...
Wenn ich einmal anrufe und eine Bitte habe, dann scheint das schier im Rahmen des Unmöglichen zu liegen.
Ich habe einen Bericht über eine Einrichtung geschrieben und da ich keinen Drucker besitze, bzw. einen Drucker ohne Patrone, so rief ich an und bat höflich darum, mir diesen einen Gefallen zu tun.
Die Diskussion begann..
-Du schickst uns eine E-Mail und wir sollen das da drin dann umwandeln und ausdrucken?
-Mama, das nennt man kopieren.
-Ich verstehe doch nichts davon! Ich kann das doch nicht.
-Mama das sind drei Mausklicks!!! Du markierst den Text, drückst auf kopieren und dann in Word auf einfügen und schon steht der Text in Word, das habe ich dir schon einmal erklärt.

(Es vergehen eine halbe Stunde, in der ich krampfhaft versuche, meiner Mutter die Funktion Copy-Paste zu erklären..)
-Mama, sitzt du jetzt am PC?
-Ja.
-Geh mit der Maus in den Text, klick auf irgendein Wort mit der linken Maustaste und halte die Taste während du die Maus nach unten ziehst.
-DANN WIRD DER TEXT BLAU! WAS ERZÄHLST DU MIR HIER????
-Mama, das nennt man markieren! Jetzt klickst du mit der rechten Maustaste in das blaue Feld und dann erscheint ein Fenster mit den Spalten "Ausschneiden, Kopieren..."
-Jetzt ist das blaue weg..
-Mama, ich sagte doch mit der rechten Maustaste!
-Oh.
-Dann jetzt das Ganze bitte nochmal. Markiere ein Stück mit gehaltener linker Taste und gehe dann mit einem rechten Mausklick ins blaue Feld.
-Ja?
-JA!
-Und jetzt?
-Jetzt auf kopieren!
-Kopieren? Ich dachte du willst drucken? Ich verstehe das nicht, ich gebe dir deinen Vater.
-Nein!
-Hallo?
-Hallo, kannst du der Mama erklären, wie man einen Text in Word kopiert?
-Umwandeln kann deine Mutter nicht. Lass sie doch mit sowas in Ruhe, kannst du sowas nicht selber machen??? (Kann mein Vater keine Verträge alleine abschließen?)
-Papa bitte, das ist doch nun wirklich kein Akt, es geht doch nur um den Ausdruck eines Berichtes! Das ist eine Sache von zwei Minuten!
-Dafür müssen wir aber doch ins Internet!
-Papa bitte!
-Weißt du, ich bin jetzt müde. Frag doch jemand anderes.

Nun denn, das Gespräch wurde dann durch ein "Ich leg jetzt auf" von Seiten meines Vaters beendet.
In diesen Minuten hätte ich 10 Sumo-Ringer zusammenschlagen können...

Ich darf anmerken, dass meine Mutter vor 24 Jahren einmal den Beruf des Programmiererin gelernt hat, so sollte sie doch irgend einen Bezug zu Rechnern haben, oder eine sonstige Affinität für dieses Metier....dachte ich..

Sonntag, 17. September 2006

Der Schinken - Geschichte eines Mörders

Tapp, tapp, jemand tritt auf dem knarzenden Boden.
Ich hechte zur Wohnungstür, reiße diese auf und frage keuchend (ok übertriebn..aber halb wahr) meine Nachbarin:
"Gehst du in den Keller?"
"Äh..ja."
"Ok, ich komme mit!"
"Ist irgendwas? Ist wieder jemand im Keller?"
"Ja ich befürchte es, eben quietschte die Metalltüre und ging einen Spalt auf, naja und da habe ich meine Wäsche unten gelassen und bin wieder hochgelaufen..
Aber ich bilde mir das sicher nur ein, war gestern DAS PARFUM gucken und schiebe jetzt Panik."
"*lach* ja ich habe den am Mittwoch in der Premiere gesehen und mich seitdem auch nicht mehr runter getraut! Ich konnte die erste Nacht auch nicht schlafen und habe nachts stundenlang mit meinem Freund telefoniert und mich danach eingesperrt um sicher zu gehen."
Puh, denke ich, bin nicht die einzige Gestörte im Haus..
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Die Nacht zuvor träumte ich nämlich folgendes:

Ich wohne in Paris, in der Rue de la Nation, gegenüber einer algerischen Bäckerei und einem Hotel.
Mein Mann arbeitet im größten Krankenhaus der Stadt und wir fahren gemeinsam zum Gare de´Est, weil meine Eltern uns besuchen kommen wollen.
Während meine Eltern sich nun in o.g. Hotel niederlassen, erfahren wir, dass sich ein Mörder in der Stadt herumtreibt.
Er tötet Frauen, entfernt Oberschenkel und Hintern und verarbeitet diese dann zu Schinken.
Kochschinken nach Pariser Art, zuerst gepökelt, dann gebrüht.
Manche auch leicht geräuchert.
Diese riesigen Massen Schinken nutzt er nun dazu, riesige Massen an Nudel-Schinken-Gratin herzustellen.
Er muss also ein furchtbar fetter Mann gewesen sein.
Wie dem auch sei, ich werde von meiner Familie vor dem Mörder versteckt, ende aber, wie alle anderen Frauen auch im Nudelauflauf, bzw. mein Hintern.
Ich selbst liege dann als Hintern-lose Leiche in einem Sarg.

Dieses Bild geistert nun seit dieser Nacht in meinem Kopf herum.
Kaweechelchen-Gratin...

Dienstag, 12. September 2006

...

Bild-245

Kaweechelchen hat gepackt und fährt morgen in den Wald.
Zwei-einhalb Tage ohne www, ohne Handynetz, ohne Supermarkt...
Jetzt fragt ihr euch, was das wohl soll.
Pfadfinderlager? - Sicher nicht.
Ich werde mit ein paar bekloppten Menschen an einem Blockseminar teilnehmen und zwar zum Thema Kommunikation.
Wir werden wie Bundeswehrsoldaten brüllen müssen und von zwei Psychologen gecoached werden, Psycho-Spielchen spielen und es wird ätzend langweilig sein.
Warum tue ich das?
Ich brauche den Schein...
Ihr werdet die nächsten Tage Spaß haben, ich definitiv nicht, aber da muss ich nun durch...

Adieu!

Einbrecher

Alleine zu wohnen ist schön, allerdings habe ich letztlich folgendes festgestellt:
In diesem Moment, in dem ich unter der Dusche stehe und nur das laute Wasser-Rauschen höre, genau in diesem Moment könnte ein Einbrecher meine Wohnung betreten.
Er könnte sich in der Küche ein Frühstück zaubern, denn ich würde die fehlenden Nahrungsmittel sowieso nicht bemerken, könnte sich dann in einem der Zimmer verstecken bis ich die Wohnung verlassen habe.
Danach könnte er PC-Spiele spielen, meine Flatrate und mein Bett, meinen Fernseher und meine Vorräte nutzen, um sich einen hübschen Tag zu machen.
Er könnte eine Wellness-Session mit Masken und Haar-Kuren in meinem Bad machen, sich parfümieren, die Beine epilieren, Nägel lackieren und dabei meine Musik hören.
Dann könnte er meine Kleidungsstücke anlegen und darin durch die Wohnung tanzen, die Wohnungen der Nachbarschaft beobachten und ein paar Bücher lesen.
Er könnte sich Pornos herunterladen und ich müsste die Rechnung bezahlen.
Meine ganzen Dateien könnte er durchforsten und die Liebesbriefe lesen, die ich vor neugierigen Besucher-Blicken versteckt habe.
Er könnte randalieren und meine Wohnung ausräumen, Skat mit Freunden spielen, oder eine Frei-Bier-Party veranstalten.
Ein geschickter Einbrecher könnte sich auch jeden Morgen Zugang zu meiner Wohnung schaffen.
Er könnte hier ein Stundenhotel aufmachen, oder aber meine Wohnung als Supermarkt nutzen, sich hier etwas kochen und wieder gehen.
Vorher müsste er natürlich alle Spuren entfernen.
Falls ich dann doch einmal früher nach Hause kommen würde, könnte er unter mein Bett kriechen, oder sich in dem Zimmer verstecken, das ich sowieso nicht nutze.
Mein Einbrecher wäre einer dieser Kinderfilm-Einbrecher, ganz in schwarz.
Unter seiner Maske steckt ein Gesicht mit großen Kulleraugen und einem schlechten Gebiss, in welchem genau ein Zahn fehlt.
Hinter seiner schwarzen Fassade steckt ein weicher Kern und somit tut er mir sowieso nichts, wenn ich ihn ignoriere.
Eigentlich ist die Sache ja ganz einfach:
Es gibt genau drei Möglichkeiten in meine Wohnung zu gelangen(ich sollte mir Gedanken machen...).
Er könnte beispielsweise den klassischen Dachweg nehmen, über die Zinnen und Türmchen hinweg spazieren und sich dann an meinem Türmchen durch das Rundbogenfenster hindurch schwingen.
Da dieses den ganzen Tag und die ganze Nacht geöffnet ist, wäre ein Einbruch zu jeder Tageszeit möglich.
Der moderne Einbrecher, der nach James-Bond-Manier meine Wohnung stürmen möchte, hat auch leichtes Spiel.
So besitzt meine Wohnung doch ganze zwei Eingänge.
Ein Wohnungseingang führt zum Treppenhaus, welches zur Südseite hinausgeht.
Der zweite Eingang führt in ein anderes Treppenhaus, welches zur Nordseite hinausgeht.
Beide Treppenhäuser wiederum besitzen jeweils eine Haustüre.
Da ich mich nicht mehr im Regen mit der Schlüssel-Suche quäle, ist im Süden 24h lang offene Tür, was komischerweise noch nie jemand bemerkt hat.
Im Norden ist die Lage etwas anders.
Hier ist nur 10 Stunden täglich Tag der offenen Tür, dafür ist diese automatisch öffnend (Eine große schwere Holztüre, welche knarzt, wenn sie öffnet).
Da eine Bewohnerin auf Nord Angst vor Einbrechern hat, schließt Sie abends die Türe ab, denn Tagsüber ist Arztbetrieb im unteren Teil des Hauses.
Hat der Einbrecher x nun die Hürde genommen und ist unbemerkt von Patienten und dem neugierigen Mann von gegenüber ins Hausinnere vorgestoßen, so kann er, der er ja ein moderner Einbrecher ist, seinen Diamantschneider zücken und ein Loch in die Glasplatte der Wohnungstüre schneiden (beide Türen besitzen solche Glasanteile).
Durch dieses könnte er nun hindurch greifen und die Türe öffnen.
Wobei ich ja glaube, dass man die Tür auch so aufbrechen könnte, sie sind beide schon etwas alt.
Wie dem auch sei, ich bin nicht hysterisch und ängstlich, aber letztlich klingelten meine Nachbarn und baten mich um Hilfe.
Im Keller wohne eventuell jemand, so die Vermutung, denn der Keller roch nach Zigarettenqualm.
Eine Woche später wollte ich gerade Wäsche waschen.
Komischerweise stand die Tür zu einem Kellerraum einen Spalt auf.
Ich dachte mir nichts dabei und gab Waschmittel in die Maschine.
Plötzlich ein lautes Knacken und für 2 kurze Sekunden Radiomusik, dann ein Knall (aus besagtem Raum).
Ich knallte die Waschmaschinentür laut zu, fluchte vor mich hin und fing mit Selbstgesprächen an.
Das mache ich seitdem immer, wenn ich Wäsche wasche, die übrigen Hausbewohner auch, was ich schon witzig finde.
Also entweder sind wir alle bescheuert, oder...naja denkts´ euch selbst.
Als dann letzte Woche plötzlich jemand im Treppenhaus hinter der Haustüre stand (ich wollte hinein, sie raus) schrie ich erschrocken das gesamte Haus zusammen, aber eben jene Dame hat das vor kurzem auch vor Schrecken getan.
Da hier nur Frauen wohnen und wir alle so sind, ist das nicht sonderlich schlimm.
(Um eventuelle Einbrecher abzuschrecken, haben wir Männernamen an die freien Klingelknöpfe geschrieben. Denn wer weiß?! )
Vielleicht sollte ich mir einen Hund anschaffen...

Mittwoch, 30. August 2006

Good and Bad

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In der ganzen Bloggosphäre geht die Beichtstimmung um, vielleicht sollten wir einen Kirchenblog gründen*g*?!
Ein paar Kirchengänger hätte ich da schon....das Kitteltier,den hier, den bösen Jungen und den noch böseren Jungen und die.
Da auch ich katholisch bin und bei meiner ersten und einzigen Beichte, im zarten Alter von 8 Jahren, lediglich den Diebstahl eines Groschens gebeichtet habe, will ich meiner Pflicht denn auch einmal nachkommen.

-Ich habe meinen Arzt und meine Eltern belogen. Ich habe ihnen erzählt, ich könne nicht mehr richtig sehen und beim Sehtest gelogen, um auch so eine schicke rosa Brille, wie klein Susi im Kindergarten (ja meine Karriere fing schon früh an...) zu bekommen.
Ich hatte Erfolg, bekam eine rosa Brille.

-Ich kann mich nicht kurz fassen, sodass das hier wieder kaum einer lesen wird, was auch okay ist, denn so werden sie mich alle weiterhin für nett halten :).

-Ich habe in Italien kleine Eidechsen gefangen, weil ich sie als Haustiere halten wollte.
Sorry, Frau Echse...

-Ich benutze das Wort "rambazamba", sowie andere komische Wörter.

-Ich habe einmal bei hausarbeiten.de für "Inspiration" gesorgt, weil ich zu faul war, sprich einen Teil einfach übernommen.

-Ich habe mich immer im Kindergarten geprügelt, wenn ich nicht das machen durfte, was ich wollte. Dafür hat mir dann mal jemand einen Kiesel an den Kopf geworfen...

-Ich habe eine Nonne gefragt, warum sie einen Ehering trage, dass sei jawohl nicht erlaubt (ich war noch klein). Als sie mir sagte, sie sei mit Jesus verheiratet und das seien sie alle, schrie ich entsetzt "Sie können doch nicht alle mit demselben Mann verheiratet sein! -Mama, die haben alle den Jesus geheiratet!"
-Meiner Mutter war das etwas peinlich...der Nonne auch..

-Ich sollte eigentlich operiert werden, habe der Chirurgin aber vorgelogen, ich würde in Urlaub fahren und mich danach wieder melden, was ich nie tat.

-Wenn meine Eltern nicht da waren, habe ich oft meine Geschwister eingesperrt, weil ich bestimmen wollte, was im Fernsehen geschaut wird.

-Ich sage nie direkt was ich will. Das fing bereits früh an. Beispiel: Klein Kaweechelchen kommt ins Vorzelt (3 Jahre alt) "Mhhh riechts hier gut nach Keksen!" Dabei habe ich geschauspielert und so getan als würde ich in der Luft umherschnüffeln. Der Teller stand direkt vor mir *g*.

-Ich habe die Vergesslichkeit von Männern ausgenutzt und meinen Ex-Freund angelogen und ihm erzählt, er habe mir versprochen, mit zu einem Geburtstag einer Freundin zu gehen.
Dafür schäme ich mich besonders. Danach habe ich es versucht wieder gut zu machen, aber das schlechte Gewissen blieb.

-Ich bin vorwitzig und zu neugierig. Oft obszessiv.

-Ich rede andere in Grund und Boden, wenn ich in Rage komme...

-Ich habe als Kind gedacht, die Eierstöcke gingen vom Brustkorb bis zur Hüfte. Ein Stock in jeder Seite, also rechts und links und kleine Ei-chen, cs. 1cm groß hingen daran.
Ich hatte dann immer Angst davor, in die Seite geboxt zu werden, oder darauf zu fallen beim Sport, weil ich dachte, die gingen dann auch kaputt....

-Weil ich es nicht ertragen konnte, dass mein Vater raucht, habe ich meinen Kinder-Puppen-Wagen mit Filtern und Tabak vollgestopft. Es waren mehrere Packungen und es gab mächtigen Ärger und Hausarrest, als meine Mutter es herausfand.

-Circa 15 Jahre später machte ich denselben Fehler und versteckte immer den Tabak meines Freundes, oder streute ihn in Blumentöpfe.
Als mich mein Gewissen eingeholt hatte, habe ich ihm Zigaretten gekauft und nie mehr darüber gemeckert.

-Ich habe den Staubsauger und den PC irgendwie kaputt gemacht. Habe aber behauptet, ich sei es nicht gewesen. Mittlerweile wissen meine Eltern dies aber.

-Ich habe meiner Familie erzählt, dass ich eine Ausbildung mache, die ich aber gar nicht mache. Lange Geschichte...

*räusper*

-Ich habe immer gepetzt, wenn meine Geschwister was kaputt gemacht haben, oder Streit angefangen hatten.

-Ich beiße. Habe einmal aus Absicht meinen Zahnarzt gebissen.

-Weil ich in der Schule gut war, war ich eine ganze Zeit lang ein ziemlich arrogantes blödes Miststück, was glücklicherweise lange zurückliegt und mir komischerweise nie jemand übel nahm.

-Ich habe während Situationen wie küssen, kuscheln oder sogar Sex mal Einkaufslisten gemacht (mental) oder Musik angemacht, oder an ganz was anderes gedacht. Irgendwie schweife ich oft ab.

-*hust* Ich habe schonmal vorgetäuscht. Also nicht richtig, aber irgendwie schon.
Ok auch schon zweimal...
Aber das versteht ihr Männer sowieso nie.

-Ich hatte einen Autounfall, den ich verheimlicht habe.

-Um jemanden kennenzulernen, habe ich mich unter verschiedenen Namen im Internet angemeldet und ihm geschrieben. Leider kam es nie zu einem Treffen, er war zu schlau *g*.

-Ich habe manchmal Kastrationsgelüste, wenn mich ein Kerl auf die Palme bringt (Ok etwas übertrieben, aber ich bekomme wirkliche Agressionen).

-In der Schule habe ich auch schon mal Spickzettel benutzt.

-Ich habe als Kind gerne Menschen angerufen, ins Telefon geschrien oder etwas verwirrtes gesagt und aufgelegt.

-Besonders schäme ich mich dafür, dass ich schonmal bei (ich glaube es war) neunlive angerufen habe...oje...da war ich auch etwas jünger..

-Ich habe mich mit einem Jungen nur getroffen, um an seinen Freund ranzukommen.

-Als mein Schwarm sich in eine Bekannte verliebte, habe ich ihr das gesagt, was er lauthals mehreren, über sie erzählt/gelästert hatte. Komischerweise kamen sie trotzdem zusammen. Komischweise, hat er es mir verziehen und findet mich trotzdem nett.

-Ich besuche meine Großmutter sehr selten im Altenheim, weil ich es dort ekelhaft finde.

-Ich bezahle keine GEZ.


Warum ich aber trotzdem nett bin:

-ich bin schüchtern und brav (abgesehen von meinen Sünden)
-ich bin extrem höflich und empathisch
-ich bin verwirrt, aber das ist lustig
-ich mache mich selbst zum Affen
-ich kann zuckersüß sein
-ich bin weiblich und so von Natur aus ein reizendes Wesen
-wenn man mein Vertrauen gewinnt, bin ich handzahm und nett
-ich habe gebeichtet also gilt das oben nicht mehr, laut Bibel bin ich nun wieder "sauber" *g*

Männliche Geburt

Ich habe mir eben überlegt, wie man einem Mann wohl Schmerzen einer Geburt beschreiben könnte.
Ich bin zwar selbst keine Mutter, aber ich kann es mir sehr genau vorstellen und dachte mir, dass es wohl sicherlich so schmerzvoll sein würde, wie wenn ein Mann ein Hühnerei durch die Harnröhre herauspressen müsste.
Kaweechelchen spinnt heute mal wieder herum...

Sonntag, 27. August 2006

Mary Poppins Bag Part II

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Nahe der Rue des Abesses sitze ich und schreibe. Hier hat man seine Ruhe vor dem Alltagsstress und heute scheint die Sonne ein wenig, sodass es angenehm warm ist.
Ich sitze gegenüber eines hohen, aber alten Hauses mit Gedenktafel.
Es war einst das höchste Haus von Montmartre.
Hübsch ist es nicht, aber in der ersten Etage, links neben der Tür, ist ein niedliches Fenster eingelassen, durch das man in eine kleine Küche einsehen kann.Bestickte Gardinen säumen den Rand und wenn man hindurch blickt, erspäht man neben dem Gewürzregal einen runden Bilderrahmen und eine matt-weiße Lampe.
Die Küche ist in ein gelbes Licht getaucht und erscheint so heimisch, gemütlich und irgendwie urig.
Eine alte Dame nähert sich meiner Bank mit tippselnden Schritten.
Sie ist kleiner als ich, was schon erstaunlich ist und trägt vier Taschen, alle gefüllt und jede komplett anders als die anderen.
Eine ist lediglich ein großes Netz. Die zweite eine Art Reisetasche in babyblau. Die dritte ein Bastkorb und die vierte ein dunkelblauer Beutel.
Sie geht zur Tür, stellt alles ab und beginnt zu wühlen.
Bild-100
Schüttelt den Kopf und geht Tasche nach Tasche ab.
Dann nimmt sie alle Beutel und setzt sich auf die Bank neben mir, direkt gegenüber dem Küchenfenster.
Aus Neugier entscheide ich sitzen zu bleiben und sie ein wenig zu beobachten.
In der folgenden halben Stunde spielt sich folgendes ab:
Sie stellt alle Taschen nebeneinander auf die Bank und entleert diese systematisch.
Unglaublich, was diese Frau so alles durch die Gegend trägt, denke ich und beobachte erstaunt.
Sie setzt sich kopfschüttelnd und verzweifelt schauend nieder und blickt immer wieder hoch zum Küchenfenster, dann sucht sie weiter.
Mein Blick schweift ab.
Gegenüber von mir entdecke Gras ich an dem Gatter vor dem Kellerfenster.
Es sieht so aus, als hätte jemand einen Schal aus Gras um die einzelnen Metallstangen gewickelt.
Wozu sowas nur gut ist?
Bild-103 (klick, Foto im Kasten)
So langsam könnte sie den Schlüssel wirklich mal finden, denke ich, warte aber weiter.
Die letzte Tasche.
Sie wühlt und wühlt und findet ihn nicht.
Nein, denke ich, jetzt durchsucht sie nochmal alles, ich will doch noch was erledigt bekommen heute und nicht nur hier rumsitzen....(allerdings bin ich zu neugierig, wie die Sache ausgeht und bleibe sitzen)
Immer wieder verzweifelte Blicke gen Fenster.
Ich würde ja zur Not da rein klettern, denke ich, aber mal abwarten..
Und da ist er!
In einer kleinen Seitentasche findet sie den Schlüssel, packt alles zusammen und tippselt hastig zur Tür.
Bild-104
Mit einem leichten Metallgeräusch schnellt der Schlüssel in das Schloss links unten an der Tür.
Sie greift die vorher abgestellten Taschen und verschwindet.
Wenig später schließt sie das Küchenfenster.
Bild-105
Mit einem Lächeln auf dem Gesicht stehe ich auf und gehe.
Es gibt also doch schlimmere Exemplare, was Taschen, Unordnung in Taschen und Dauer der Schlüsselsuche betrifft.
Schon komisch wir Frauen...

Freitag, 25. August 2006

Ja wenn Frauen mal so wären wie ihr Männer...

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