Dienstag, 12. September 2006

...

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Kaweechelchen hat gepackt und fährt morgen in den Wald.
Zwei-einhalb Tage ohne www, ohne Handynetz, ohne Supermarkt...
Jetzt fragt ihr euch, was das wohl soll.
Pfadfinderlager? - Sicher nicht.
Ich werde mit ein paar bekloppten Menschen an einem Blockseminar teilnehmen und zwar zum Thema Kommunikation.
Wir werden wie Bundeswehrsoldaten brüllen müssen und von zwei Psychologen gecoached werden, Psycho-Spielchen spielen und es wird ätzend langweilig sein.
Warum tue ich das?
Ich brauche den Schein...
Ihr werdet die nächsten Tage Spaß haben, ich definitiv nicht, aber da muss ich nun durch...

Adieu!

Einbrecher

Alleine zu wohnen ist schön, allerdings habe ich letztlich folgendes festgestellt:
In diesem Moment, in dem ich unter der Dusche stehe und nur das laute Wasser-Rauschen höre, genau in diesem Moment könnte ein Einbrecher meine Wohnung betreten.
Er könnte sich in der Küche ein Frühstück zaubern, denn ich würde die fehlenden Nahrungsmittel sowieso nicht bemerken, könnte sich dann in einem der Zimmer verstecken bis ich die Wohnung verlassen habe.
Danach könnte er PC-Spiele spielen, meine Flatrate und mein Bett, meinen Fernseher und meine Vorräte nutzen, um sich einen hübschen Tag zu machen.
Er könnte eine Wellness-Session mit Masken und Haar-Kuren in meinem Bad machen, sich parfümieren, die Beine epilieren, Nägel lackieren und dabei meine Musik hören.
Dann könnte er meine Kleidungsstücke anlegen und darin durch die Wohnung tanzen, die Wohnungen der Nachbarschaft beobachten und ein paar Bücher lesen.
Er könnte sich Pornos herunterladen und ich müsste die Rechnung bezahlen.
Meine ganzen Dateien könnte er durchforsten und die Liebesbriefe lesen, die ich vor neugierigen Besucher-Blicken versteckt habe.
Er könnte randalieren und meine Wohnung ausräumen, Skat mit Freunden spielen, oder eine Frei-Bier-Party veranstalten.
Ein geschickter Einbrecher könnte sich auch jeden Morgen Zugang zu meiner Wohnung schaffen.
Er könnte hier ein Stundenhotel aufmachen, oder aber meine Wohnung als Supermarkt nutzen, sich hier etwas kochen und wieder gehen.
Vorher müsste er natürlich alle Spuren entfernen.
Falls ich dann doch einmal früher nach Hause kommen würde, könnte er unter mein Bett kriechen, oder sich in dem Zimmer verstecken, das ich sowieso nicht nutze.
Mein Einbrecher wäre einer dieser Kinderfilm-Einbrecher, ganz in schwarz.
Unter seiner Maske steckt ein Gesicht mit großen Kulleraugen und einem schlechten Gebiss, in welchem genau ein Zahn fehlt.
Hinter seiner schwarzen Fassade steckt ein weicher Kern und somit tut er mir sowieso nichts, wenn ich ihn ignoriere.
Eigentlich ist die Sache ja ganz einfach:
Es gibt genau drei Möglichkeiten in meine Wohnung zu gelangen(ich sollte mir Gedanken machen...).
Er könnte beispielsweise den klassischen Dachweg nehmen, über die Zinnen und Türmchen hinweg spazieren und sich dann an meinem Türmchen durch das Rundbogenfenster hindurch schwingen.
Da dieses den ganzen Tag und die ganze Nacht geöffnet ist, wäre ein Einbruch zu jeder Tageszeit möglich.
Der moderne Einbrecher, der nach James-Bond-Manier meine Wohnung stürmen möchte, hat auch leichtes Spiel.
So besitzt meine Wohnung doch ganze zwei Eingänge.
Ein Wohnungseingang führt zum Treppenhaus, welches zur Südseite hinausgeht.
Der zweite Eingang führt in ein anderes Treppenhaus, welches zur Nordseite hinausgeht.
Beide Treppenhäuser wiederum besitzen jeweils eine Haustüre.
Da ich mich nicht mehr im Regen mit der Schlüssel-Suche quäle, ist im Süden 24h lang offene Tür, was komischerweise noch nie jemand bemerkt hat.
Im Norden ist die Lage etwas anders.
Hier ist nur 10 Stunden täglich Tag der offenen Tür, dafür ist diese automatisch öffnend (Eine große schwere Holztüre, welche knarzt, wenn sie öffnet).
Da eine Bewohnerin auf Nord Angst vor Einbrechern hat, schließt Sie abends die Türe ab, denn Tagsüber ist Arztbetrieb im unteren Teil des Hauses.
Hat der Einbrecher x nun die Hürde genommen und ist unbemerkt von Patienten und dem neugierigen Mann von gegenüber ins Hausinnere vorgestoßen, so kann er, der er ja ein moderner Einbrecher ist, seinen Diamantschneider zücken und ein Loch in die Glasplatte der Wohnungstüre schneiden (beide Türen besitzen solche Glasanteile).
Durch dieses könnte er nun hindurch greifen und die Türe öffnen.
Wobei ich ja glaube, dass man die Tür auch so aufbrechen könnte, sie sind beide schon etwas alt.
Wie dem auch sei, ich bin nicht hysterisch und ängstlich, aber letztlich klingelten meine Nachbarn und baten mich um Hilfe.
Im Keller wohne eventuell jemand, so die Vermutung, denn der Keller roch nach Zigarettenqualm.
Eine Woche später wollte ich gerade Wäsche waschen.
Komischerweise stand die Tür zu einem Kellerraum einen Spalt auf.
Ich dachte mir nichts dabei und gab Waschmittel in die Maschine.
Plötzlich ein lautes Knacken und für 2 kurze Sekunden Radiomusik, dann ein Knall (aus besagtem Raum).
Ich knallte die Waschmaschinentür laut zu, fluchte vor mich hin und fing mit Selbstgesprächen an.
Das mache ich seitdem immer, wenn ich Wäsche wasche, die übrigen Hausbewohner auch, was ich schon witzig finde.
Also entweder sind wir alle bescheuert, oder...naja denkts´ euch selbst.
Als dann letzte Woche plötzlich jemand im Treppenhaus hinter der Haustüre stand (ich wollte hinein, sie raus) schrie ich erschrocken das gesamte Haus zusammen, aber eben jene Dame hat das vor kurzem auch vor Schrecken getan.
Da hier nur Frauen wohnen und wir alle so sind, ist das nicht sonderlich schlimm.
(Um eventuelle Einbrecher abzuschrecken, haben wir Männernamen an die freien Klingelknöpfe geschrieben. Denn wer weiß?! )
Vielleicht sollte ich mir einen Hund anschaffen...

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Neue Regeln, neues Glück.
Mal sehen wie es diesmal wird (ein wenig flau im Magen ist mir bei der Sache...)

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